E-Mails gehören für Unternehmen und Vereine zum Alltag. Genau das nutzen Betrüger gezielt aus, denn aktuell kursieren wieder vermehrt gefälschte Rechnungen und Mahnungen rund um Domains, Webseiten und Hosting-Verträge umher. Viele dieser Nachrichten wirken auf den ersten Blick seriös, doch dahinter steckt des Öfteren ein Betrugsversuch.

Besonders häufig erhalten Unternehmen momentan E-Mails mit angeblich offenen Domaingebühren, drohenden Sperrungen oder Aufforderungen zur schnellen Zahlung. Daher ist es wichtig zu wissen, dass nicht jede Rechnung, die professionell aussieht auch echt ist.

 

Wie funktionieren diese Fake-Mails?

Die Betrüger geben sich häufig als Domainanbieter, Hosting-Unternehmen oder Registrierungsstellen aus. Dabei verwenden sie:

  • bekannte Begriffe wie „Domainverlängerung“
  • offiziell klingende Firmennamen
  • Logos und professionelle Layouts
  • dringende Zahlungsaufforderungen
  • kurze Fristen und Drohungen wie „Domain wird deaktiviert“

Ziel ist es, Druck aufzubauen, damit die Empfänger schnell handeln und bezahlen, ohne die Rechnung / Mahnung genauer zu prüfen.

 

Typische Merkmale von Spam- und Betrugs-Mails

1. Unbekannter Absender

Oft stammt die E-Mail von einer Mailadresse, die nicht zum tatsächlichen Anbieter gehört. Statt offizieller und bekannter Absenderadressen wirken diese merkwürdig oder enthalten zusätzliche Zeichen und Zahlen.

Beispiel:

  • support-domainservice.com
  • billing-check.net
  • domain-renewal24.info

Seriöse Anbieter schreiben normalerweise über ihre offiziellen Unternehmensdomains.

 

2. Auffällige Rechtschreib- oder Übersetzungsfehler

Viele Spam-Mails enthalten unnatürliche Formulierungen, schlechte Übersetzungen oder auffällige Grammatikfehler.

 

3. Hoher Zeitdruck

Sätze wie beispielsweise:

  • „Letzte Mahnung“
  • „Sofort handeln“
  • „Ihre Domain wird innerhalb von 24 Stunden deaktiviert“

sollen Panik erzeugen, um eine schnelle und unüberlegte Handlung hervorzurufen. Seriöse Anbieter informieren rechtzeitig und auch mehrfach.

 

4. Unbekannte Bankverbindung

Prüfen Sie nach Erhalt eines solchen Schreibens immer die Kontodaten.
Stimmen diese nicht mit bisherigen Rechnungen überein, sollten Sie vorsichtig sein und erstmal keine Überweisung tätigen.

 

5. Verdächtige Anhänge oder Links

Anhänge können teilweise Schadsoftware oder Vieren enthalten.
Links führen häufig auf gefälschte Webseiten, die Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen abgreifen sollen.

 

Was sollten Sie (nicht) tun?

  • Ruhe bewahren. Nicht jede Mahnung ist automatisch echt.
  • Zahlen Sie niemals vorschnell.
  • Rechnungen prüfen
  • Keine Links voreilig und ohne Prüfung anklicken

Kontrollieren Sie:

  • Haben Sie bei diesem Anbieter tatsächlich einen Vertrag?
  • Ist die Kundennummer korrekt?
  • Stimmen Ansprechpartner und Kontaktdaten?
  • Ist das die mir bereits bekannte Bankverbindung?

 

Im Zweifel nachfragen

Kontaktieren Sie Ihre*n Webdesigner*in, Ihre Agentur oder Ihren Hosting-Anbieter direkt über bekannte Kontaktdaten und fragen nach, ob eine Rechnung offen ist.

 

Besonders betroffen sind kleine Unternehmen und Vereine

Gerade kleinere Unternehmen, Selbstständige und Vereine geraten häufig ins Visier, da dort Rechnungen oft schnell bearbeitet werden müssen und oft keine eigene IT-Abteilung vorhanden ist.

 

So schützen Sie sich langfristig

  • Nutzen Sie Spam-Filter
  • Schulen Sie Mitarbeiter regelmäßig
  • Verwenden Sie sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Prüfen Sie Rechnungen sorgfältig
  • Arbeiten Sie mit vertrauenswürdigen Dienstleistern zusammen

 

Unser Tipp als Agentur

Wenn Sie sich bei einer E-Mail unsicher sind, lieber einmal mehr prüfen als vorschnell reagieren.
Viele Betrugsversuche lassen sich bereits durch einen kurzen Kontrollblick erkennen.

Wir unterstützen unsere Kunden gerne dabei, verdächtige Nachrichten zu überprüfen und sorgen dafür, dass Domains, Hosting und Webseiten transparent und sicher verwaltet werden.